Verdaulichkeit von Pferdefutter

Von Natur aus können Pferde Getreidestärke aus Gerste, Weizen und Mais nicht gut verdauen.

Durch seine geringe Amylase-Synthese kann das Pferd Getreidestärke relativ schlecht abbauen. Würden größere Mengen unverdauter Stärke in den Blinddarm gelangen, würde sie dort von Microorganismen abgebaut. Die dabei entstehenden kurzkettigen Fettsäuren würden den pH-Wert im Blinddarm empfindlich senken. Das dadurch verursachte saure Milieu würde Konkurenz-Microorganismen zu Ungunsten der normalen Bakterien-Flora begünstigen. Die Folge wären Fehlgärungen, Energieverluste und

Vitamin B-Mangel, bis hin zu Erkrankungen, wie Azidose, Hufrehe, Durchfall und Kolik.

Gefütterte Stärke muß daher in hohem Maße im Dünndarm enzymatisch verdaut und absorbiert werden können. Eine solche leicht verdaulicheStärke entsteht durch verschiedene

Produktionsverfahren.

Das hydrothermische Produktionverfahren schließt die Getreidestärke durch Wärme und Feuchtigkeit auf.

Beim Expandieren oder Aufpoppen des Getreides erreiche ich die höchste Verdaulichkeit für das Pferd. Das Getreide wird dabei unter hohem Druck erhitzt, wodurch die Stärke optimal aufgeschlossen wird. Die Verdaulichkeit steigt dadurch von ca. 30% auf 90%. Durch das Expandieren oder Aufpoppen kann das Pferd die Stärke aus dem Getreide optimal verdauen und erhält mehr Energie aus der gleichen Futtermenge. Der größte gesundheitliche Vorteil besteht allerdings darin, dass keine unverdaute Getreidestärke im Dickdarm ankommt, das Darmbakterien-Gleichgewicht erhalten bleibt und dadurch Koliken vorgebeugt wird.